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Gereinigt und niemals vergessen

Siegmund Selig Sürth, sein Gedenkstein ist der erste der drei verschmutzen, hatte sich sein Leben sicherlich anders vorgestellt.
Er wurde mit 42 Jahren ins Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert und wurde dort getötet.

Ein Überlebender aus Wien schilderte das Leben dort, wir müssen befürchten, dass es Siegmund Sürth ebenso erging:
„Bis Wolkowisk fuhren wir in Personenzügen. Dort mussten wir bei gänzlich verdunkeltem Bahnhof, mitten in der Nacht den Zug verlassen und in Viehwaggon umsteigen. Viele, die sich nicht so schnell zurechtfinden konnten[,] bekamen die Stiefel der SS zu spüren, und alte Gebrechliche blieben unter den Knüppelschlägen auf dem Bahnsteig liegen. – In dieser Nacht hatten viele den Verstand verloren – waren irrsinnig geworden. Die Transportleitung gab den Auftrag sämtliche irrsinnig Gewordene in einen separaten Waggon zu sperren. Was sich in diesem Waggon abspielte ist nahezu unbeschreiblich.“
Den Gedenkstein zu beschmutzen ist unwürdig. Er ist ein Mahnmal an die Qual, die aus fanatisch-politischen Gründen von Deutschland ausging. Nie wieder!

Links
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de980395

https://de.wikipedia.org/wiki/Vernichtungslager_Maly_Trostinez
https://www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/vernichtung-deportationen-nach-maly-trostinec-1942/vernichtungsort-maly-trostinec
Themen: Aktion | Information
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